Österreich schreibt Geschichte bei der Europameisterschaft 2026 in Heraklion
Bei den Ju-Jitsu European Championship 2026 in Heraklion ist die Europameisterschaft der U21- und Erwachsenenklassen zu Ende gegangen – und sie wird als Meilenstein in die Geschichte des österreichischen Jiu-Jitsu eingehen.
In einem hochklassigen internationalen Teilnehmerfeld stellte sich Österreich erneut der Herausforderung auf europäischem Spitzenniveau. Im Vergleich zu vielen Nationen mit deutlich größeren Strukturen und finanziellen Möglichkeiten zählt Österreich zu den kleineren Verbänden. Umso mehr gewinnen Faktoren wie präzise Trainingsplanung, nachhaltige Nachwuchsarbeit und langfristige Leistungsentwicklung an Bedeutung. Spitzensport entsteht nicht kurzfristig – er ist das Ergebnis jahrelanger konsequenter Arbeit, Disziplin und mentaler Stärke.
Genau dieser Einsatz hat sich in Heraklion eindrucksvoll ausgezahlt.
Der Österreichische Jiu-Jitsu Verband (JJVÖ) erreicht mit Platz 2 in der Nationenwertung das beste Ergebnis seiner Verbandsgeschichte bei einer Europameisterschaft. Mit insgesamt
3 Goldmedaillen, 6 Silbermedaillen und 2 Bronzemedaillen setzt Österreich ein starkes Zeichen im europäischen Vergleich.
Drei Titelgewinne unterstreichen die außergewöhnliche Qualität des österreichischen Teams:
Goldmedaillen – Österreich an der Spitze Europas
• Lisa Fuhrmann (Fighting -57 kg) – Polizeispitzensportlerin
• Matthias Weisz (Fighting -85 kg) – Justiz Spitzensportler
• Johannes Horak / Gernot Riegl (Show Open)
Insbesondere die Erfolge von Lisa Fuhrmann und Matthias Weisz stehen exemplarisch für die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Spitzensport und öffentlichen Institutionen in Österreich.
Silbermedaillen – Konstanz auf höchstem Niveau
• Dalian Noree (Fighting -69 kg)
• Horak / Riegl (Show Men)
• Horak / Riegl (Duo Men)
• Horak / Riegl (Duo Open)
• Sara Volkmann (Jiu Jitsu -70 kg)
• Nicole Altmann (JiuJitsu -52 kg)
Bronzemedaillen – starke Nerven im entscheidenden Moment
• Angelo David (Jiu Jitsu +94 kg)
• Ribeiro Fernanda (Jiu Jitsu +70 kg)
Weitere Platzierungen
Knapp am Einzug in die Finalkämpfe vorbei und dennoch mit herausragenden Leistungen:
• 5. Plätze: Robin Engelhart, Viktoria Gyenes / Ariadne Holzer (Duo Women)
• 7. Plätze: Sophie Gasser, Sophia Gajic, Bernadette Marsano, Nicole Urschinger, Julia Blawisch
• 9. Platz: Nicole Berger
• 13. Platz: Florian Schiller
• 17. Platz: Philipp Pavic
Auch im Nachwuchsbereich präsentierte sich Österreich stark.
Ariadne Holzer und Viktoria Gyenes erreichten im Duo Women den dritten Platz und bestätigten damit das Potenzial im U21-Bereich.
Emma Schwarzenbarth belegte im Fighting + 70 Kilogramm Rang fünf. Damit verpasste sie das Podium knapp, positionierte sich aber klar im erweiterten Spitzenfeld Europas.
Matteo De Pellegrin und Artem Lafazanis erreichten jeweils den neunten Platz in der Kategorie Fighting - 77 Kilogramm. In stark besetzten Teilnehmerfeldern stellen diese Platzierungen wichtige internationale Standortbestimmungen dar und bestätigen die Konkurrenzfähigkeit beider Athleten.
Der Erfolg bei der Europameisterschaft 2026 ist das Resultat jahrelanger, konsequenter Aufbauarbeit. Hinter jeder Platzierung stehen intensive Trainingsprozesse, professionelle Betreuung und der unermüdliche Einsatz der Athletinnen und Athleten sowie des gesamten Trainerteams.
Jiu-Jitsu steht für Disziplin, Respekt, körperliche Leistungsfähigkeit und mentale Stärke – Werte, die weit über den Sport hinaus wirken.
Österreich hat in Heraklion ein klares Ausrufezeichen gesetzt und sich als feste Größe im europäischen Jiu-Jitsu etabliert. Die Entwicklung zeigt eindeutig: Der eingeschlagene Weg ist erfolgreich – und die Zukunft verspricht noch mehr.
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